Von der Ostsee in die Karibik
Erst zu Zeiten der Corona-Pandemie haben wir mit dem Segeln angefangen, soweit es unter den Auflagen eben so ging.
Von unserem ersten Revier aus, Neustadt in Holstein, haben wir Dänemark entdeckt, die bezaubernde Insel Anholt im Kattegat und in den schwedischen Schären geankert.
Nach zwei Jahren sind wir in die Nordsee übergesiedelt, ins niederländische Breskens. Die Planung mit dem Tidenhub war schon eine Umstellung, wenn man die Ostsee gewohnt war. Aber alle Restriktionen sind vergessen, wenn man mit dem eigenen Schiff in den St. Katherine Docks in London einläuft.
Von unserem nächsten Ziel, der Karibik, haben wir lange geträumt und uns gefragt, ob wir das wirklich angehen sollen. Unsere Kinder waren damals 12 und 14 und angesichts der deutschen Präsenz-Schulpflicht kam uns der Plan schon etwas verrückt vor.
“Never give up on a dream just because of the time it will take to accomplish it. The time will pass anyway.”
(Earl Nightingale)
Nach mehr als zehn Jahren in Frankfurt haben wir unsere Jobs gekündigt bzw. ein Sabbatical genommen, uns in Deutschland abgemeldet und die Kinder an einer Onlineschule eingeschrieben. Auf unserem Boot, einer Jeanneau Sun Odyssey 469, sind wir über die Kanalinseln, Biscaya, Madeira und die Kanaren und als Teil der ARC Plus Raylle in die Karibik gesegelt und im Sommer darauf wieder zurück, um ein neues Leben in der Schweiz anzufangen.
Segeln bedeutet, neue Erfahrungen zu sammeln. Man kann noch so viel planen, der Wind kann sich immer querstellen und dann müssen alle improvisieren. Nichts bewegt sich ständig auf der gleichen Bahn. Immer kann etwas Neues, Überraschendes passieren. Darin liegt der größte Reiz beim Segeln, sei es bei einer Ozeanüberquerung oder auch in unserem neuen Revier, dem Mittelmeer bei Loano.
Herzlich willkommen an Bord unseres Segelschiffs Asja!
Anja & die Crew
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Seid ihr auch mit Teenagern oder Schulkindern auf einer langen Reise? Wie habt ihr die Bürokratie in Deutschland hinter euch gelassen? Oder liegt eure Reise schon hinter euch - wie hat sie euch verändert? Habt ihr Fragen an uns? Dann schreibt mir - ich freue mich auf den Austausch.